NEU in der Schauburg
MORGEN SIND WIR FREI


 


Auf Tatsachen basierendes Drama, das von einer idealistischen Familie aus der DDR erzählt, die in die Wirren der „Islamischen Revolution“ gerät. Ein Film über den bedingungslosen Kampf um Freiheit und politische Umwälzungen, deren Folgen bis heute spürbar sind.

Februar 1979: Die „Islamische Revolution“ fegt über den Iran hinweg. Mittendrin befinden sich die Chemikerin Beate (Katrin Röver) und ihr iranisch-stämmiger Ehemann Omid (Reza Brojerdi), die vor kurzem in Omids Heimat zurückgekommen sind. In den letzten Jahren lebten die Beiden gemeinsam mit ihrer achtjährigen Tochter Sarah (Luzie Nadjafi) in der DDR. Nach dem Ende der Monarchie hofft die Kleinfamilie auf einen gelungenen Neustart für sich und das Land. Doch nach der anfänglichen Aufbruchsstimmung verschlimmert sich die Lage immer weiter – vor allem für Beate und Sarah.

„Morgen sind wir frei“ ist das Langfilm-Debüt von Hossein Pourseifi, der bislang vor allem Kurzspielfilme drehte. Er verfilmt die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte einer Familie, die die dramatischen Konsequenzen der Revolution am eigenen Leib erfuhr. Als Zuschauer erlebt man am Beispiel der Kleinfamilie die erschütternden Ereignisse im Iran ab den späten 70er-Jahren hautnah mit. So erhält man einen eindringlichen, authentischen Eindruck dessen, wie es zur Machtergreifung der Mullahs kam. Damit weist der Film gleichzeitig eine hohe Aktualität auf, denn das Mullah-Regime begeht bis heute Menschenrechtsverletzungen und geht radikal gegen Andersdenkende vor. Schonungslos und ungeschönt zeigt der dicht und geradlinig inszenierte Film die dramatischen Folgen für die Bevölkerung auf, allen voran für die Frauen. Von der Steinigung und Folterung abertausender Oppositioneller, dem landesweiten Kopftuchzwang bis hin zur willkürlichen Verhaftung von Frauen, die sich den steinzeitlichen, rückständigen Gesetzen und Vorschriften widersetzten. Dabei profitiert „Morgen sind wir frei“ jederzeit vom aufrichtigen und kraftvollen Spiel seiner Darsteller, die ihre Rollen mit unbändiger Energie verkörpern. Allen voran die beiden Hauptdarsteller.


MORGEN SIND WIR FREI

Land/Jahr: Deutschland 2019
Regie & Drehbuch: Hossein Pourseifi
Darsteller: Reza Brojerdi, Katrin Röver, Luzie Nadjafi, Zar Amir Ebrahimi
97 Minuten
ab 12 Jahren





NEU in der Schauburg
BUT BEAUTIFUL




Filmemacher Erwin Wagenhofer ging auf die Suche nach Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben, um eine zukunftsfähige Welt zu gestalten. Poetische Hommage, die Zuversicht vermittelt und motiviert. Exzellenter Jazz trägt und verbindet die eindrücklichen Bilder.

„Es wird uns jeden Tag erzählt, dass irgendwas knapp ist“, sagt Erwin Thoma. „Und in Wahrheit ham ma, von überhaupt nix zwenig, sondern nur falsche Konzepte“, weiß der gelernte Forstingenieur aus Österreich.
  Er baut inzwischen die gesündesten Holzhäuser der Welt, in denen man weder Heiz- noch Kühlsysteme braucht. Daraus entwickelte sich eine kleine Firma mit einem „Herzensteam“. Abfallfreies und nachhaltiges Bauen ohne Chemie. Und woher kam die Lösung? Das natürliche Kreislaufsystem des Waldes war für den damals jüngsten Revierförster Österreichs das Vorbild seiner „Geschäftsidee“, die eigentlich nie als solche gedacht war. Und wer im Film den Mann auf seinem Pferd durch die österreichischen Wälder rund um Goldegg reiten sieht, genießt dieses Bild und spürt die Verbundenheit zur Natur. Er nimmt uns mit in eine Welt, die vielen von uns fremd geworden ist: das Leben mit dem Wald, die Faszination der Bäume und ihrem Holz. Der 57jährige beschreibt Bäume wie Weggefährten.

Einen neuen Ansatz in ihrem Leben verfolgen auch die Grafs. Zwei Akademiker mit guten Jobs in Berlin bevor sie ausgewandert sind, um auf La Palma von der industriellen Landwirtschaft verwüstetes Land zu kaufen. In nur zehn Jahren verwandelten sie das Ödland in ein blühendes Paradies. Das Zauberwort heißt: Permakultur. Dass Frauen die Welt verändern können zeigt der indische Sozialaktivist Bunker Roy. Frauen, die nicht lesen und schreiben können bildet er am „Barefoot College“ in nur sechs Monaten zu Solaringenieurinnen aus. Sie gehen zurück in ihre Dörfer, bringen „Licht“ und verbessern damit die Lebensqualität. Gleichzeitig überstrahlt die soziale Kraft der Musik, die Verbundenheit schafft, die poetische Hommage an das Leben. Dabei dominiert exzellenter Jazz wie man ihn selten hört. Er bildet eine Art Dialog, verwebt Sequenzen und Protagonisten miteinander. Nicht umsonst ist der Filmemacher begeisterter Jazzfan und wollte früher selbst Jazzmusiker werden.

BUT BEAUTIFUL
Land/Jahr: Deutschland, Österreich 2019
Dokumentation
Regie & Kamera: Erwin Wagenhofer
Buch: Erwin Wagenhofer, Sabine Kriechbaum
Darsteller: Kenny Werner, Barbara und Erich Graf, Shahnaz Banu, Bunker Roy, Kamla Devi, Basanta, Lucia Pulido, Erwin Thoma, Mario Rom, Lukas Kranzelbinder, Herbert Pilker, Jetsun Pema, Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama.
116 Minuten
ohne Altersbeschränkung





NEU in der Schauburg
THE IRISHMAN
in englischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln


Was geschah wirklich mit dem Gewerkschaftsboss Jimmy Hoffa? Nur für kurze Zeit ist das von Netflix produzierte und von Martin Scorsese inszenierte Epos dort zu sehen, wo es seine größte Wirkung erzielt: auf der großen Kino-Leinwand.

Martin Scorseses „The Irishman“ mit Robert De Niro, Al Pacino und Joe Pesci ist eine epische Saga über die organisierte Kriminalität im Nachkriegsamerika, welche durch die Augen des zweiten Weltkriegsveteranen Frank Sheeran, einem Betrüger und Auftragskiller, der mit einigen der berüchtigtsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts arbeitete, erzählt wird.

Mehrere Jahrzehnte umfassend folgt der Film einem der größten ungelösten Rätsel der amerikanischen Geschichte, dem Verschwinden des legendären Gewerkschaftsführers Jimmy Hoffa, und bietet eine monumentale Reise durch die verborgenen Korridore des organisierten Verbrechens: seine inneren Abläufe, Rivalitäten und Verbindungen zur Mainstream-Politik. Jimmy Hoffa war ein US-amerikanischer Gewerkschaftsführer mit Verbindungen zur amerikanischen Cosa Nostra. Als Präsident der Teamsters-Gewerkschaft war Hoffa in den USA als „Herr der Lastkraftwagen“ bekannt. Hoffa verschwand 1975, und Spekulationen darüber, was mit ihm geschah, waren viele Jahre lang Gegenstand wilder Verschwörungstheorien. Am 30. Juli 1982 wurde Hoffa gesetzlich für tot erklärt. In dem Biopic „Jimmy Hoffa“ von Danny DeVito aus dem Jahr 1992, den wir im Rahmen des 14. Todd-AO 70mm Filmfestivals im letzten Jahr gezeigt haben, wurde Hoffa von Jack Nicholson verkörpert. Die Presse urteilt über „The Irishman“: „De Niros beste Performance seit Jahren“ (Time Magazine), „Scorseses bester Kriminalfilm seit „Goodfellas““ (Indiewire)


THE IRISHMAN
Land/Jahr: USA 2019
Regie: Martin Scorsese
Darsteller: Robert De Niro, Al Pacino, Joe Pesci
209 Minuten



 


NEU in der Schauburg
BIS DANN, MEIN SOHN


 


Der Unfalltod eines Kindes verändert das Schicksal zweier befreundeter Familien für immer. Großes, wuchtiges Filmmelodram über Schuld und Vergebung mit grandiosen Darstellern.

China, eine Stadt im Norden im ausgehenden 20. Jahrhundert. Liyun und Yaojun sind ein glückliches Paar. Sie leben mit ihrem Sohn Xingxing im Wohnheim der Metallfabrik, in der sie arbeiten, Wand an Wand mit ihren Freunden Haiyan und Yingming, deren Sohn Haohao am gleichen Tag geboren ist wie Xing. Als Xing eines Tages bei einem Unfall ums Leben kommt, trennen sich ihre Wege. Yaojun und Liyun ziehen in die Provinz Fujian im Süden des Landes. Doch die Familien bleiben durch die Tragödie miteinander verbunden.

Der vielfach preisgekrönte chinesische Meisterregisseur Wang Xiaoshuai erzählt die Geschichte zweier Familien vor dem Hintergrund der politischen und sozialen Umwälzungen in China. „Bis dann, mein Sohn“ ist meisterhaftes Kino, ein zutiefst berührendes Familienepos über Freundschaft und Veränderung, Verlust, Trauer und neue Hoffnung – und nicht zuletzt die Geschichte einer lebenslangen Liebe, die das Versprechen von den guten und den schlechten Tagen auf trotz allem Schmerz beglückende Weise einlöst. Wir versprechen: ein großes Filmmelodram, dem man sich in drei Stunden Filmzeit keine Minute entziehen mag. Plus: Zwei Hauptdarsteller zum Niederknien. Zwei Berlinale Bären als Beste Hauptdarsteller gab es für sie obendrein. So geht Kino, sagen wir.

BIS DANN, MEIN SOHN
Land/Jahr: China 2019
Regie: Wang Xiaoshuai
Darsteller: Yong Mei, Wang Jingchun
185 Minuten
ab 6 Jahren


 


NEU in der Schauburg
P. J. HARVEY - A DOG CALLED MONEY
in englischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln


Dokumentarfilm, der einen noch nie dagewesenen, intimen Einblick in den Arbeitsprozess der gefeierten Musikerin PJ Harvey gewährt und exemplarisch zeigt, wie aus Inspiration im Zuge eines gemeinschaftlichen kreativen Prozesses große Kunst entsteht.

Auf der Suche nach Inspiration folgt die britische Musikerin und Indie-Ikone PJ Harvey ihrem Freund, dem preisgekrönten Fotojournalisten und Kameramann Seamus Murphy, auf seinen Reisen um die Welt. In Afghanistan, dem Kosovo und Washington DC sammelt Harvey Gedanken und schreibt Texte, Murphy nimmt Bilder auf. Zurück in London verwandelt die Musikerin die gesammelten Wörter in Gedichte, in Songs und schließlich in ein Musikalbum, „The Hope Six Demolition Project“, das sie im Rahmen einer Kunstperformance aufnimmt. In einem speziell konstruierten Raum im Somerset House kann die Öffentlichkeit den 5-wöchigen Entstehungsprozess beobachten als seien Harvey und ihre Band eine lebende Ton-Skulptur.

Regisseur Seamus Murphy zeigt die Geburt von Harveys Songs und seines Films als Akt tiefer Einfühlung, die von den unmittelbaren Begegnungen mit den Menschen und Orten ausgeht. Ein bewegender und vielschichtiger Dokumentarfilm – nicht nur für PJ-Harvey-Fans. Murphy erklärt: „Das Tonstudio in Somerset House, in dem Pollys Album aufgenommen wurde, wurde als Raum in einem größeren Raum gebaut – mit Spiegelglas, durch das es dem Publikum ermöglicht wird, bei der Entstehung des Albums zuzusehen und zuzuhören, ohne die Musiker zu stören. Alle im Studio trugen Mikros am Kragen, damit das Publikum jedes Wort, jeden Scherz und jedes Geräusch hörte. Ich filmte alles. Um das natürliche, intime Material zu bekommen, das ich wollte, musste ich mich selbst aus dem Prozess ausklammern, idealerweise unsichtbar für die Musiker werden. Ich bat sie darum, mich und die Kamera zu vergessen. Sie durften durch die Kamera laufen oder vor der Kamera stehen und sollten nicht das Gefühl haben, die Aufnahme zu verderben – denn all das war ein Teil davon.“


P. J. HARVEY - A DOG CALLED MONEY
Land/Jahr:
Irland, Großbritannien 2019
Dokumentarfilm
Regie: Seamus Murphy
mit PJ Harvey
94 Minuten
ab 6 Jahren


 



Das große Frühstückskino in der Schauburg
am 17. November 2019


Bedienen Sie sich am Sonntag ab 10.00 Uhr an einem reichhaltigen und abwechslungsreichen Frühstücksbuffet mit frischen Brötchen, Croissants, Laugengebäck, Brot, Wurst, Käse, Schinken, Rührei, Speck, Quark, Joghurt, Räucherlachs, Kuchen, Obst und vielen mehr. Dazu Kaffee, Tee, Organgensaft, Kakao, Sekt und ... und ... und  .

Filmbeginn ist dann ab 11.00 Uhr.

Das große Frühstücksbuffet incl. Film nur EURO 15,00

Am Sonntag (17.11.) im Frühstückskino...

Lara
Das Wunder von Marseille
My Zoe

Reservierungs-Telefon: 0721 - 35 000 18